Körper // Kolloquium
body matters!?
Körperkonzepte in (der) Theater und Tanz und Film(ausbildung)
Körper und Körperlichkeit sind insbesondere in den performativen Künsten in stetig wachsender Bedeutung zum Thema künstlerischer Arbeit und theoretischer Reflexion geworden. Populäre Beispiele sind hier etwa die körperbezogenen Performance ab den 1960er Jahren und die lange Zeit virulente Debatte zu Nacktheit, expliziter Sexualität oder körperlicher Gewalt in Theater und Film. Und auch die vermehrte Auseinandersetzung mit Performanz und Performativität in den Theater-, Tanz- und Kulturwissenschaften betont in zunehmendem Masse die Bedeutung des Körpers für die künstlerische Praxis, Theorie und Ausbildung in den performativen Künsten und im Film.
Ausgehend von laufenden Forschungsprojekten des ipf und zusammen mit Gästen soll im Rahmen des Kolloquiums das Spannungsfeld von „im Körper sein“ und „als Körper sein“ erkundet werden.
Für die Konzeption der Veranstaltung zentral ist dabei, dass auch Theoriebezüge stets ins Verhältnis zu konkreten Forschungsprojekten und/oder künstlerischer Praxis und Ausbildung gesetzt und von dorther entwickelt werden sollen.
Wie schon im vergangenen Kolloquium – und an dieses inhaltlich auch anknüpfend – soll das Vorgehen als Diskussion „bottom up“ geführt und entlang von Arbeitshypothesen entwickelt werden, die im Verlauf der verschiedenen Veranstaltungen entstehen.
Am 3. Mai wird Dr. Richard Weihe (Scuola Teatro Dimitri, Verscio) zu Gast am IPF sein, das Forschungsprojekt “Clownerien – Teatro di movimento – Physical Theatre” vorstellen und über “physical theatre” aus der Perspektivierung der Theaterausbildung in Verscio sprechen.
Den Abschluss des Kolloquiums bildet eine Auseinandersetzung mit Körperkonzepten im Tanz mit der Tanzwissenschaftlerin Prof. Dr. Christina Thurner (Institut für Theaterwissenschaften, Universität Bern).
Ort
Gessnerallee 11, Konferenzraum 1